Aktuell: Welche Rolle spielen Parteien
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Bilder: Sigmar Gabriel in Spremberg und viel Beifall beim Neujahrs- empfang

Am 26 Januar besuchte der SPD Parteivorsitzende Sigmar Gabriel die Vattenfall-Pilotanlage zur Erforschung der CO2 Abscheidung in Schwarze Pumpe und war anschließend Ehrengast beim 15. Neujahrsempfang im Spremberger Bergschlösschen. Weil hier etwas passiert, sagte er, nahm er die Einladung von Ulrich Freese gern an. Wie andere Redner vor ihm, lobte er die Entwicklung in Brandenburg und kritisierte die zögerliche Politik der Regierung bei der Freigabe zur CO2 Speicherung, die ja schließlich die Grundlage für die weitere Verstromung der Braunkohle sein soll. Er weiß auch auf die Wichtigkeit des sorgsamen Umganges mit Ressourcen hin. Schließlich werden in anderen Teilen dieser Welt schon Kriege um Wasser und um für die Landwirtschaft nutzbare Boden geführt.
Das die Lausitz ein gewaltiges Problem mit den Altbergbauregionen hat und das selbst vom Bergamt jetzt zu hören ist, das der Grundwasserwieder- anstieg eventuell in einigen Teilen doch höher als erwartet ausfallen könnte und das es immer noch nicht richtig klar ist, warum ein gewaltiges Gebiet im doch so viel gepriesenen Seenland einfach weg ist obwohl es schon an die Nutzer übergeben war und das die Nachnutzungskonzepte wohl neu überdacht werden müssen und das die ganze Rekultivierung wohl doch viel länger dauern und viel teurer werden könnte... hatte ich irgendwie überhört oder kam es gar nicht vor in der Rede? Kann die künftige Energiepolitik solche Aspekte einfach ausblenden und immer neue Tagebaue genehmigen, wenn die Folgen des Bergbaues scheinbar immer noch nicht vollständig beseitigt werden können? ... wie lange wird noch weggesehen, wenn es um diese Probleme in der Lausitz geht?
Doch Halt da kam ja noch eine Mail mit Infos zu der am 29. Januar vor der schwedischen Botschaft in Berlin stattfindenden Demo. Um 11:30 soll ein offener Brief mit Bürgerprotesten aus der Lausitz an das schwedische Volk übergeben werden - CCS-Protest, heißt die Seite, auf der mehr darüber zu lesen ist. Na geht das nicht wirklich zu weit - nehmen hier etwa die Bürger Dinge selbst in die Hand ... sollten sie dies etwa viel öfter tun und nicht mehr auf Politiker hoffen ...?!

28.01.11 F. J.