Aktuell: Die neue 12 Tonnen - Wanne in Döbern eingeweiht
Kristallprinzessin Susanne Methner und Glashüttenchef Siegfried Zabel bei der Einweihung der neuen Schmelzwanne.

Während der Feier wurde bereits das erste Glas aus der neuen Anlage entnommen.

Ein Besuch in der Lausitzer Glashütte lohnt sich.

Manuela Haucke
Lausitzer Glashütte AG

Pünktlich am 02.08.2005 um 10:00 Uhr wurde, im Rahmen einer Feierstunde, die neue
12-Tonnen-Wanne im Beisein zahlreicher Gäste offiziell in Betrieb genommen.
Damit verfügt das Döberner Unternehmen jetzt über modernste technische Voraussetzungen, um seine ehrgeizigen Ziele umzusetzen. Die neue Schmelzwanne stelle einen Quantensprung für die Glashütte dar, so Zabel. Kristallprinzessin Susanne Methner wünschte der Belegschaft stets blasen- und schlierenfreies Glas bei der Arbeit mit der neuen Schmelzwanne. Zabel hob zudem die Bedeutung der modernen Anlage für die Sicherung von Arbeitsplätzen hervor. Während diesen offiziellen Worten wurde das erste Glas für die Mundblasfertigung aus der Anlage entnommen.
Die Wanne ist das Herz der Firma, eine Anlage der neuesten Generation. Dazu gehört, dass sie sowohl mit Erdgas als auch durch Elektroenergie betrieben wird. Die neue Schmelzwanne wird die Effizienz und die Qualität des Glases erhöhen und die Verarbeitungskapazität steigt. Wies die alte Wanne, die immerhin 15 Jahre auf dem Buckel hatte, eine Kapazität von zehn Tonnen auf, sind es bei der neuen Wanne zwölf Tonnen.
Auch rund um das Schmelzaggregat wurde modernste Technik angesiedelt. Insgesamt drei Halbautomaten kommen zum Einsatz, den ersten davon setzte die Kristallprinzessin mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb.
Mit der neuen Anlage kann die Lausitzer Glashütte die Absatzziele, die sie sich für dieses Jahr gestellt hat, gezielt angehen.
Über zwei Millionen Euro hat allein diese Investition gekostet. Insgesamt will das Team um Siegfried Zabel neun Millionen Euro in den Standort Döbern investieren.
Durch ein durchgängig neues Konzept für die Produktion und Investitionen in die Erneuerung und Modernisierung der gesamten Prozesse, entsteht ein neues Werk unter dem alten Dach in Döbern. Auch die Sanierungsarbeiten am Bürogebäude, der Um- und Ausbau der Büroräume, der Neubau eines Konferenzsaales und eines Showrooms sowie der Hüttenschenke sind abgeschlossen. Die Arbeiten am Pförtnerhaus und Museum laufen auf Hochtouren und werden im Herbst abgeschlossen.