Geschichte
Die Niederlausitz war das Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Lusizi. Ihnen verdankt die (Nieder-) Lausitz ihren Namen. Die hier heute noch als ethnische Minderheit lebenden Sorben/Wenden sind Nachfahren der Lusizi. Die generell in feuchten, unzugänglichen Niederungen gelegenen Burgen der Lusizi bestanden aus einer Holz-Erde-Konstruktion. Aufwändig wurden Eichenstämme übereinander geschichtet und mit Asthaken zimmermannstechnisch verzahnt bzw. verkämmt. Die so entstandenen Rostsektionen verfüllte man mit Sand, Erde und Lehm. Der so schon wehrhafte Charakter der Befestigung wurde durch eine aus starkem Weidegeflecht gebaute Brustwehr noch zusätzlich unterstützt. Damit erreichten die Burgwälle eine beachtliche Höhe von bis zu 9 Metern. Die SLAWENBURG RADDUSCH besaß, wie nur wenige slawische Burgen, zwei Tunneltore, durch die man über den umgebenden Sohlgraben in den Burghof gelangte.

Rekonstruktion
Durch die intensiven archäologischen Untersuchungen konnte geklärt werden, daß die slawischen Rundwälle ( 9. bis 12. Jh. n. Chr.) in Holzrostkonstruktion erbaut wurden und meist auch einen umlaufenden Graben besessen hatten, der durch die Entnahme des Erdmaterials zur Auffüllung der Rostkonstruktion entstand. Der Durchmesser des damaligen RADDUSCHER BURGWALLS zum Beispiel betrug auf der Wallkrone 43 Meter. Der Burgwall war von einem 5,5 Meter breiten Sohlgraben umgeben. Bemerkenswert waren auch zwei Tunneltore, durch die man gleichzeitig in das Innere des mehrere Meter hohen Walls gelangen konnte, sowie vier hölzerne, errichtete Brunnen, von denen einer nahezu 12 Meter tief war. An der Innenseite aller Burgwälle wurden  Pfostensetzungen von Hausstrukturen festgestellt. Die zu den Burgwällen gehörigen Siedlungenbefanden sich außerhalb.

Die Niederlausitz, und somit auch die SLAWENBURG RADDUSCH, gehörte zu dem Einzugsbereich des Siedlungsgebietes  des slawischen Stammes der Lusizi. Ihnen verdankt die (Nieder-) Lausitz ihren Namen. Die hier heute noch als ethnische Minderheit lebenden Sorben / Wenden sind Nachfahren der Burgenbauer. Die generell in feuchten, unzugänglichen Niederungen gelegenen Burgen der Lusizi bestanden ebenfalls aus einer Holz-Erde-Konstruktion. Aufwendig wurden Eichenstämme übereinander geschichtet und mit Asthaken zimmermannstechnisch verzahnt bzw. verkämmt. Die so entstandenen Rostsektionen verfüllte man mit Sand, Erde und Lehm. Der so schon wehrhafte Charakter der Befestigung wurde noch zusätzlich unterstützt durch eine aus starkem Weidegeflecht gebaute Brustwehr. Damit erreichten die Burgwälle eine beachtliche Höhe von bis zu 9 Metern. Auch die Burgwallanlage RADDUSCH besaß, wie nur wenige slawische Burgen, zwei Tunneltore, durch die man über den umgebenden Sohlgraben in das Innere des Walls gelangte.